Gott tut den Menschen Gutes, der Teufel Schlechtes

From Pasakas un teikas
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Comments: Die Varianten dieser Sage finden wir auch bei den Märchen Bd. IX S. 236-246. P. Š.


Es lebten einmal ein Bursche und ein Mädchen. Der Bursche konnte das Mädchen nicht ausstehen, und auch das Mädchen konnte den Burschen nicht leiden, aber die Laima (die Glücksgöttin) bestimmte, dass die beiden einander heiraten sollten. Der Bursche wehrte sich dagegen und sagte: "Sollte ich dieses Mädchen heiraten, so mag Gott mir mein Pferd nehmen!" Das Mädchen sagte ihrerseits: "Wenn ich diesen Burschen heirate, so mag der Teufel meine Seele nehmen." Die Bestimmung der Laima erfüllte sich, der Bursche und das Mädchen rüsteten zur Hochzeit. Am Hochzeitsabend waren auch Gott und der Teufel zur Stelle. Der Teufel sagte zu Gott: "Ich werde unter den Tisch kriechen und die Braut auf den Fuß treten. Sobald sie niesen wird, sollst du sagen: "Hol dich der Teufel!" Du musst es dreimal wiederholen, dann wird sie mir zufallen. Dann will ich dir helfen, das Pferd zu stehlen." Gut Gott ist damit einverstanden. Der Teufel kriecht unter den Tisch, Gott hinter den Ofen. Der Teufel tritt das Mädchen auf den Fuß, das zu niesen beginnt, Gott sagt jedoch nicht: "Hol dich der Teufel," sondern: "Gott helfe dir!" Nachdem er es dreimal wiederholt hat, ruft Gott: "Der Teufel ist unter dem Tisch, der Teufel ist unter dem Tisch!" Da greifen die Leute nach Ebereschenstöcken und beginnen den Teufel zu verwalken. Halbtot ergreift der Teufel die Flucht, rennt in seine Hölle und zeigt sich nicht mehr auf der Erde. Der Bursche schenkte Gott aus Dankbarkeit sein bestes Pferd und bewirtete ihn gut. Seit der Zeit lässt sich der Teufel auf der Erde nicht mehr sehen, und der Bursche und seine Frau leben glücklich.

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