Der Mensch folgt Gott

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal ein Bauer, der allein alle Arbeit, die anfiel, verrichtete. Er brachte seine einzige Kuh — denn er war nicht reich — auf die Weide. Als er sie verließ, sagte er: "Möchte Gott dich behüten!" Im Gebüsch aber hockte der Teufel und dachte bei sich: "So ist es jedes Mal. Wenn alles gut geht, rufen die Leute Gott an, geht es aber schlecht, so beschuldigen sie mich." Nach einer Stunde kam der Bauer wieder, um nach seiner Kuh zu sehen, und sah, dass sie im Fluss stand. Da wurde er zornig und rief aus: "Da hat sie wohl der Teufel hingebracht!" Der Teufel im Gebüsch hörte seine Worte und dachte: "Nun, habe ich es nicht gesagt?" Der Bauer zog sich aus und watete zu der Kuh, um sie herauszuholen. Als er sie auf die Weide zurückgebracht hatte, sagte er: "Gott sei Dank, dass ich sie wiederbekommen habe!" Da wurde der Teufel im Gebüsch ganz wütend, weil der Bauer wieder Gott angerufen hatte. Er sprang auf den Rücken der Kuh und begann auf der Weide herumzugaloppieren. Der Bauer lief der Kuh nach und rief: "Der Teufel reitet sie! Lieber Gott, hilf mir doch, sie wieder einzufangen!" Als der Teufel das hörte, verließ er die Kuh und trollte sich seines Weges. Der Bauer aber sprach: "Ich danke dir, Gott!" Brachte die Kuh nach Hause und ließ sie nicht mehr allein auf der Weide zurück.

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