Sonne, Mond und Regenbogen

From Pasakas un teikas
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Einmal wuschen sich Frauen und Mädchen in der Badstube. Da ging ihnen das kalte Wasser aus. Ein Mädchen ergriff die Wassereimer und lief — nackt wie sie war — zum Brunnen. Es war ein schöner Abend. Das Mädchen begann aus Scherz den Mond zu besingen: er sei wohl strahlend und weiß, aber ihre Wangen, ja, sogar ihre Hüften seien noch weißer und strahlender. Über diese Worte wurde der Mond sehr zornig und riss das Mädchen samt Tragjoch und Wassereimern zu sich hinauf.

Noch heute kann man sie beim genauen Hinschauen auf dem Mond erblicken. Die anderen Frauen waren durch das Geschehene so erschrocken, dass sie es nie mehr wagten, nackt aus der Badstube zu laufen.

Und diese Angewohnheit, sich nicht nackt zu zeigen, haben die Frauen bis auf den heutigen Tag beibehalten.

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