Der Donner

From Pasakas un teikas
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Einmal ging ein Buschwächter durch den Wald. Da erblickte er den Unguten (den Teufel), der aus dem See hervorsprang, sich auf einen Stein setzte und Pērkons seinen nackten Hintern zeigte. Sobald der Pērkons aber nach ihm schlug, sprang er wieder in den See hinein. Nachdem der Buschwächter eine Weile beobachtet hatte, dass es dem Pērkons nicht gelang, den Unguten zu erschlagen, nahm er seine Büchse und lud sie mit silbernen Kugeln. Als der Ungute wieder aus dem See hervorkam, legte er an und schoss auf ihn: da sah man nur Asche, die aufwirbelte. Sogleich hörte Pērkons auf zu Grollen und seine Blitze zu schleudern. Kurz darauf begegnete der Buschwächter Pērkons selbst, der zu ihm sagte, dass, sie ihre Büchsen tauschen könnten. Dafür, dass er damals den Teufel erschossen habe, wolle er ihm seine Büchse geben, mit der er alles, was er nur wünsche, erlegen könne. Sie tauschten die Büchsen, und jeder ging seines Weges.

Einmal schloss der Buschwächter eine Wette ab: Er wolle mit seiner Büchse die große Eiche, die auf dem Felde stehe, in Fetzen schießen. Und sobald er anlegte und abdrückte, da zerbarst und zersplitterte die Eiche in tausend Stücke. Kurz darauf begegnete ihm wieder der Pērkons. Er sprach zu dem Buschwächter: "Das hättest du nicht machen sollen. Wir wollen wieder unsere Büchsen tauschen, jetzt bekommst du deine eigene zurück." Seit der Zeit besitzt kein Mensch eine Büchse, mit der man eine Eiche in Fetzen schießen könnte.

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