Der Donner

From Pasakas un teikas
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Comments: Das Märchen ist in der Schriftsprache wiedergegeben worden. P. Š.


Ein Junge verlor seine Mutter. Als sein Vater nach ihrem Tode eine andere Frau heiratete, floh der Junge in den Wald. Dort verirrte er sich. Er irrte bis zum Abend im Walde umher, aber er fand keinen Weg, der ihn aus dem Walde geführt hätte. Beim Herumirren begegnete der Junge dem Unguten. Der Ungute sprach ihn an und forderte ihn auf, sich als Knecht bei ihm zu verdingen. Da konnte der Junge nichts anderes machen und verdingte sich als Knecht bei dem Unguten. Er zog aber seine Kleider aus und ließ sie auf einem Baumstumpf zurück. Nachdem er dem Unguten bereits drei Jahre lang gedient hatte, sagte der Ungute eines Tages zu ihm: "Du sollst hier sitzen und aufpassen: sobald der Pērkons zu grollen beginnt, musst du mich wecken!" Der Junge sitzt und hält Wache. Da sieht er: eine Wolke kommt herangezogen, ihr voraus eilt aber ein Mann auf einem Schimmel, der ihm mit der Hand Zeichen gibt, zur Seite zu weichen. Kaum ist der Junge zur Seite gewichen, da schlägt der Pērkons zu und erschlägt den Unguten. Der Junge geht ruhig davon, findet seine Kleider und kehrt auf den Hof seines Vaters zurück.

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