Der Donner

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search
Comments: Die Fabel der Sage scheint ganz richtig zu sein, aber der Aufschreiber hat sie ausgeschmückt und Jods wahrscheinlich an die Stelle des Teufels gesetzt. (Vgl. Erklärung, Einleitung S. 131). P. Š.


Einmal wollte Jods (der Schwarze) die Bootsmänner der Daugava (Düna) vernichten. Er setzte sich auf einen Stein, der aus dem Wasser herausragte, und schickte sich an, jeden Bootsmann, der vorbeifahren würde, zu zerschmettern. Da beschloss Pērkons, in einer schwarzen Wolke gehüllt, den Jods zu überfallen. Aber sobald der Jods den Pērkons bemerkte, verschwand er ins Wasser. So wiederholte es sich viele Male.

Eines Tages beschloss Pērkons, dem Bösewicht auf eine andere Weise an den Kragen zu gehen. Er suchte einen Bootsmann auf und überredete ihn bis zu dem und dem Stein zu rudern. Der Bootsmann war damit einverstanden. Sie fuhren dicht an den Stein des Jods heran, und nun holte der Pērkons gewaltig mit seiner Keule aus und versetzte dem Jods einen solchen Schlag, dass er heulend von dem Stein rollte und in die Tiefe der Daugava (Düna) versank. Der goldene Ring des Jods war aber auf dem Stein zurückgeblieben; Pērkons schenkte den Ring dem Bootsmann als Lohn dafür, dass er ihn gefahren hatte.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox