Die Wald-Mutter

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Ein Wandersmann, der an einem Wintertag durch den Wald ging, betrat die Hütte eines Waldgeistes (hier: Waldgötzen) und bat sich erwärmen zu dürfen. Der Götze (oder Geist), der noch nie einen Menschen gesehen hatte, nahm ihn gut auf, machte Feuer an und gab ihm warme Milch zu trinken. Während der Götze das Feuer schürte, bemerkte er, dass sein Gast auf seine Finger pustete. "Warum tust du es?" Fragte er. "Damit sie warm werden!" Antwortete der Wandersmann. Als nun der Götze ihm ein Schüsselchen mit warmer Milch reichte, begann der Wandersmann wieder zu pusten. "Warum tust du das?" Fragte der Götze und wunderte sich, "willst du, dass die Milch noch heißer wird?" "Nein," antwortete der Mann, "jetzt puste ich, damit die Milch sich abkühlt." "Ach so ist das!" Rief der Götze aus, "mit einem solchen Wesen, das aus einem und demselben Mund heißen und kalten Atem blasen kann, will ich nichts zu tun haben!" Und er jagte den Wandersmann aus seiner Hütte.

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