Das Weiße Weib

From Pasakas un teikas
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Eine Bäuerin machte sich auf den Weg zum Nachbarhof, um Helfer für die Heumahd zu erbitten. Nachdem sie ein Stück Weges gegangen war, erblickte sie vor sich eine weiße menschliche Gestalt: die Gestalt lief voran und fiel wieder hin, lief und fiel hin. Die Bäuerin erschrak und machte kehrt so schnell sie nur konnte. Aber sie hatte Angst unverrichteter Dinge nach Hause zu gehen, denn es war schon alles für die Heumahd vorbereitet. Da rief das Weib hinter ihr, sie möchte doch warten. sDie Bäuerin blieb stehen. Die Weiße Frau erzählte ihr, dass sie in einem Haus Menschen erschrecken wolle. Jetzt gingen sie beide zusammen: die eine wollte Menschen erschrecken, die andere Helfer für die Heumahd suchen. Die Bäuerin klopfte ans Fenster, um die Männer sprechen zu können, aber von innen sah man, dass die weiße Frau, die schon an mehreren Abenden die Menschen erschreckt hatte, wieder vor dem Fenster stand. Während die Bäuerin hineinging, die Helfer zu werben, floh die weiße Frau, und nun stand sie selbst als die Schuldige da. Die Männer drohten, sie beim Gericht zu verklagen, da sie, sie schon seit Tagen nicht mehr schlafen lasse. Die Bäuerin bekam Angst, es könnte ihr schlecht ergehen, aber sie konnte und konnte die Anderen von ihrer Unschuld nicht überzeugen. Schließlich sagte sie, sie sei doch nur gekommen, die Hilfe der Männer bei der Heumahd zu erbitten, und die weiße Frau habe sie selbst auch erschreckt. Da ließen sich die Männer zum Schluss davon überzeugen. Sie versprachen ihr ihre Hilfe, und die Bäuerin eilte wieder nach Hause.

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