Die Feuer-Mutter

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Comments: ( nach den "Latviešu Avīzes" vom Jahr 1835. In den Wäldern befinden sich viele Bäume, die man die Feuerbäume nennt. Man muss sich hüten, die Stämme solcher Bäume als Balken zu verwenden, denn zu einer bestimmten Zeit würden die Stämme von allein Feuer fangen, dann könne das ganze Haus niederbrennen. Solche Feuerbäume hätten doppeltes Mark. L. P.


Die Menschen erzählen, dass es im Wald des Buschwächters von Skapari in Naudīte, noch Feuerwege gebe. Nach dem Sonnenuntergang sei es nicht schwer einen solchen Weg zu finden, denn an der Stelle ströme einem, aus der Erde heiße Luft entgegen. Einer der Feuerwege befinde sich am Dēļu ezers (Brettersee) von Naudīte. Auf einem Feuerweg könne der Mensch weder schlafen noch ein Haus errichten In der Nähe der Korndarre von Mazbraņķi befinde sich ebenfalls ein Feuerweg. Vor einigen Jahren wollte man dort eine neue Korndarre errichten. Ein alter Bettler, der gerade vorbeiging, sagte:

"Ihr müht euch umsonst ab: dieser Ort gehört der Feuermutter." Und so war es auch: sobald die erste Ernte eingebracht und der Darrofen eingeheizt wurde, stand die Korndarre auf einmal in Flammen und brannte bis auf den Grund nieder.

Unsere alten Leute glauben noch heute, dass man auf den Feuerwegen keine Gebäude errichten dürfe, denn sie würden sowieso niederbrennen. Bei der Nachthütung könne man auf den Feuerwegen nicht schlafen, dann werde der Mensch gequält und verdorben.

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