Der Haus-Herr

From Pasakas un teikas
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Einmal fuhren einige Bauern nach einem entfernten Ort, um Schilfrohr zu holen. Es wurde Abend, aber sie hatten ihr Reiseziel noch nicht erreicht, deshalb kehrten sie auf einen Bauernhof ein und baten ums Nachtlager. Anfangs wollte man sie nicht aufnehmen, denn auf dem Hof sollte ein großes Fest stattfinden, aber schließlich gewährte man ihnen doch Nachtlager. Man ermahnte sie nur, dass sie darüber, was sie zu sehen bekommen werden, weder reden noch lachen dürften.

Man bereitete für die Fremden ein Lager hinter dem Ofen. Der eine schlief gleich ein, aber der andere war noch munter und wollte gar zu gern sehen, was da geschehen werde. Es wurde gebraten und gekocht. Dann wurden lange Tische gedeckt wie bei großen und festlichen Gelegenheiten. Dann begaben sie sich singend zur Klete (Vorratshaus). Nach einer Weile kehrten sie wieder ins Haus zurück, aber allen voraus lief ein sonderbares behaartes Wesen. An der Tür zuckte es etwas zusammen, da es fremden Geruch witterte, aber da begannen die Hofleute zu singen: "Komm herein, Dieviņš ( dim. Hier und weiter mit das Gottchen übersetzt) fürchte dich nicht vor fremden Leuten!" Das Wesen kam herein kostete von allen Speisen und kehrte dann wieder in die Klete zurück. Die Menschen aber setzten sich an die Tische, aßen und tranken und feierten die ganze Nacht.

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