Der Haus-Herr

From Pasakas un teikas
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Comments: Hier ist der Hausherr (Hausgott) schon mit dem Teufel vertauscht.P. Š.


Der alte Bauer des Kažaunieki-Hofes habe früher Geistern geopfert (Geister gefüttert). Bei festlichen Gelegenheiten durfte niemand eher von den Speisen kosten, bevor der Bauer die Geister bewirtet hatte. Er brachte das Essen auf den Darrboden, stellte es auch auf den Badstubenofen und noch an anderen Stellen hin. Von anderen Leuten belehrt, hörte der alte Kažaunieks auf, den Geistern zu opfern. Aber nun begannen die Teufel ihn zu plagen. Als er einmal vom Gutshof nach Hause ging, begegnete ihm in der Nähe des Rumbu kalns der Teufel und forderte ihn zum Wettkampf auf. Der Teufel schlug ihm das Ringen vor, aber der Bauer lehnte es ab, indem er sagte, dass er krank sei. Da sagte der Teufel kein Wort und folgte ihm. Der Kažaunieks, der die Straße gut kannte, fürchtete sich nicht und setzte nur seinen Weg fort. Aber der Weg kam ihm sehr lang vor und er kam und kam nicht nach Hause. Der Kažaunieks ging die ganze Nacht. Beim Sonnenaufgang gingen ihm die Augen gleichsam auf: er sah weder den Teufel noch die Straße mehr und befand sich in dem Ezerpurvs (See–Sumf). Jener Sumpf befindet sich weit entfernt vom Rumbas kalns; um ihn zu erreichen, muss man über Gräber und Äcker laufen, aber davon hatte der Kažaunieks nichts gemerkt: er war mit dem Teufel auf einer ebenen Straße gegangen, befand sich aber nun doch im Sumpf. Als der alte Kažaunieks gestorben war, schlug der Blitz in die Korndarre ein, in der sich der Teufel eingenistet hatten, und seit der Zeit lassen sich die Teufel auf dem Kažaunieki Hof nicht mehr sehen.

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