Der Haus-Herr

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search
Comments: "Veļi" (Seelen der Verstorbenen) ist ein Wort, das schon recht in Vergessenheit geraten ist, in der Einzahl wird es kaum gebraucht. Der Aufschreiber der Sage wird wohl von dem Kult der Verstorbenen gehört haben und wollte nun seinerseits die Sage deuten. Auch ein Lapiņš aus Rūjiena (LP, VII, I, 356, 6) nennt anstelle des "Hausherrn" den Dagon der Philister ("Richter", 16, 23), K. Bilka aus Gaujiena (LP, VII, I, 356, 8) schreibt — Pērkons habe den Leuten gezürnt, weil sie anderen Göttern geopfert hätten. Das beweist, dass man diese Mitteilungen nicht kritiklos hinnehmen darf. P. Š.


Ein Bauer hatte in seinem Haus einen Velis (Velis — Seele eines Verstorbenen), dem man immer zu essen geben musste. Sobald gekocht wurde, musste man zuerst ein Schüsselchen zu einem großen Stein, der sich auf der Kuhweide befand, bringen und dort hinstellen, erst dann durfte auch das Gesinde essen.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox