Der Haus-Herr

From Pasakas un teikas
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Wer die Gelegenheit gehabt hat, von Krape nach Galgauska zu fahren, der wird bereits nach einer Strecke von etwa anderthalb Werst rechts von der Straße einen großen Stein von etwa einem Klafter Durchmesser bemerkt haben. Jetzt liegt er unbeachtet am Straßenrand, nur sein Name "Raganu akmens" (Hexenstein) erinnert an etwas Besonderes. Früher ist er in der ganzen Gegend sehr bekannt gewesen: die Leute aus nah und fern strömten herbei und brachten verschiedene Opfergaben für Geister und Hexen; davon hat der Stein seinen Namen erhalten. Eine Zeit lang wurde dieses abergläubische Tun so arg getrieben, dass eines Tages selbst Herr Schilling, der damalige Pfarrer in Gulbene, ankam, um den Stein und die, neben ihm ausgelegten Opfergaben zu betrachten. Dann ließ er die Menschen wegen eines, so unsinnigen Tuns ausschelten, und seit der Zeit hörten sie auf, Opfergaben zum Hexenstein zu bringen. Früher haben die Leute sich gefürchtet, nachts an dem Stein vorbeizugehen, da es dort gespukt haben soll. Aber jetzt spricht niemand mehr darüber, und niemand beachtet den Stein am Straßenrand.

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