Der Haus-Herr

From Pasakas un teikas
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Auf der Grenze zwischen dem Danifelds-Hof von Dokti und dem Barans Hof von Ezernieki steht eine alte Eiche, die man die Grenzeiche nennt. Früher war die Eiche sehr berühmt. Wo sich jetzt junge Haine und von prächtigen grünen Feldern umgebene Bauernhöfe befinden, stand früher der heilige Wald. In diesem Walde durfte niemand jagen oder Bäume fällen, nicht einmal abgebrochene Zweige auflesen oder Blätter abpflücken. Die Grenzeiche stand in der Mitte des Waldes. Unter ihren Zweigen sollen (Götzen)Bilder gestanden haben, denen die Leute opferten und sie nach zukünftigen Dingen befragten.

Später, als Kriegszeiten anbrachen und man den Letten die christliche Lehre bei zubringen begann, fingen die Feinde an, den heiligen Wald abzuholzen. Darüber wurde Pērkons (Donner) so zornig, dass er in die Eiche einschlug. Auch später hat der Pērkons noch mehrmals in die Eiche eingeschlagen, bis schließlich die Spitze des Baumes abgebrochen war. Es blieb noch der Stamm mit einigen Zweigen übrig, die im Sommer noch immer grünen und müden Arbeitern Schatten spenden.

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