Der Haus-Herr

From Pasakas un teikas
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Die Heilige Eiche stand in den Grenzen des Āzīši-Vorwerks in Rauza, gerade am Ufer der Rauza. In alten Zeiten befand sich unter der Eiche eine Opferstelle. In die hohle Mitte der Eiche pflegte man Geld zu werfen. Man opferte auch das neue Brot, gebacken von der neuen Ernte. In irdenen Schüsseln pflegte man auch Fleisch zu der Eiche zu bringen, wenn man gerade ein Haustier geschlachtet hatte. Zusammen mit der Schüssel tat man auch einen Löffel in die Höhlung der Eiche. Zuerst wurde das Gottchen an der Heiligen Eiche bewirtet, erst dann durften die Menschen selbst essen. Auch Flachs oder etwas von dem Geld, das man beim Flachsverkauf eingenommen hatte, wurde dem Gottchen als Opfergabe gebracht. Die Blätter und die Eicheln der Heiligen Eiche waren gut gegen Krankheiten. Man erzählt auch, dass, unter den Wurzeln der Eiche, ein Geldfass vergraben sei, und, dass, man dort Irrlichter sehen könne. Die Eiche ist schon sehr morsch, der Stamm abgebröckelt, so dass nur ein kurzer Stumpf übrig geblieben ist.

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