Der Haus-Herr

From Pasakas un teikas
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Auf dem G.-Hof, etwa eine Werst westlich von Meņģele, befindet sich an einer Bucht der Ogre ein kleines, rundes Hügelchen. An der einen Seite des Hügelchens ist ein halb abgebröckelter Eichenstamm zu sehen. Als der Urgroßvater des jetzigen Bauern des G.-Hofes selbst auf dem Hofe Bauer gewesen war, hat die Eiche noch eine dichte Laubkrone getragen. Unter dieser Eiche opferte der Hofbauer den Göttern: sie bekamen ihren Anteil von jedem Gericht. Niemand durfte von dem Essen kosten, solange die Götter noch nicht bewirtet waren. Einmal geschah es nun, dass der alte Bauer selbst verhindert war, die Opfergaben hinzubringen, deshalb vertraute er das Opfern einem seiner Knechte an. Der Knecht nahm die den Göttern bestimmte gefüllte Schüssel und machte sich auf den Weg zu der Eiche. Aber unterwegs verspürte er Hunger und leerte selbst die Schüssel. Dann verunreinigte er sie und stellte sie den Göttern hin. Eine solche Beleidigung konnten die Götter nicht ertragen. Am selben Tag brachen sie die Eiche ab: sie fiel mit einem Dröhnen zur Erde, dass einem Donnergrollen ähnlich war Aber in demselben Augenblick verendete das beste Pferd des Bauern, und der Knecht wurde blind.

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