Der Haus-Herr

From Pasakas un teikas
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Viele Stellen am Straßenrand waren heilig. Eine solche heilige Stelle befand sich an der großen Straße nach Pleskau zwischen den Wirtshäusern, dem Peļņas krogs und dem Salmiņu krogs des Gutes More. Dort stand gegenüber dem Krieviņi-Hof eine alte Eiche, die als heilig bekannt war und die viele Leute aus nah und fern, die diese Straße entlangfuhren, für heilig hielten. Fuhr man mit einem Pferd das erste Mal nach Riga, so wurde das Pferd an der Eiche abgeschirrt. Dann führte man es dreimal um die Eiche herum, fasste es an den Vorderbeinen, ließ es sich auf die Hinterbeine stellen und sprach:

"Möge Gott dich laufen lassen, möge Gott dich springen lassen, möge Gott dich deinen Hintern hochtragen lassen!

Fuhr ein Mensch das erste Mal (nach Riga), so wurde er zuerst in die Gabelung der Eiche gesetzt, danach, trug man auch ihn dreimal um den Baum herum und sprach das gleiche Sprüchlein. Dann warf man in die Höhlung des Baumes ein Geldstück als Opfergabe für die Götter der Eiche. Ich habe in der Eiche ein Geldstück aus der Zeit Karl IX. sowie noch viele andere Geldstücke, alte und neue, gefunden.

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