Der Haus-Herr

From Pasakas un teikas
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Als die schwedischen Krieger sich dem Schloss Rinda näherten, wurden im Schloss alle kostbaren Sachen wie Geld, Silber und Gold in eine große Truhe gelegt. Die Truhe versenkte man an einer tiefen Stelle der Zvinguļu upe (upe=Fluss) in der Nähe der Straße die vom Hof Egļi nach Ventspils führt und zwar rechts davon. Dann begaben sich die Menschen an die Heilige Linde, die Götter zu bitten, den Einbruch des Feindes abzuwenden. Die Linde befand sich links von der Straße, die nach Virpe führt. Man erzählt auch, dass die Linde noch heute grüne. Man habe sie meinem Vater einmal gezeigt. Lange und inbrünstig beteten sie zu den Göttern und warfen danach einige Zweige der Linde in den Fluss. Die Zweige schwammen gegen den Strom. Das war für die Leute ein Zeichen, dass ihre Bitte erhört worden war. (An der Linde sind auch noch in neuerer Zeit verschiedene Opfergaben — wie gewebte Wollbänder u.a. — niedergelegt worden.) Dennoch zerstörten die Schweden das Schloss Rinda und begaben sich dann geradeswegs in die Richtung der Stelle, an der die Truhe versenkt worden war. Aber als sie bis zum Blutmoor gekommen waren, geschah ein Wunder: die Schweden wurden wie verwirrt und machten kehrt.

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