Vilce

From Pasakas un teikas
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Einmal hatte ein Bauer in Riga eine Vilce gekauft. Der Verkäufer ermahnte den Bauer, dass er bei seiner Ankunft zu seiner Frau sagen solle: "Der Teufel in deinem Herzen, der Teufel in meinem Herzen." Dann würde die Vilce ihm Geld herbeischleppen.

Unterwegs dachte der Bauer darüber nach. Schließlich beschloss er sich lieber nicht an den Teufel zu binden und warf die Vilce neben einen Weidenstrauch auf der Kuhweide hin.

Als der Bauer nach einigen Tagen an dem Weidenstrauch vorbeiging, erblickte er an der Stelle einen Geldhaufen. Der Bauer sammelte das Geld auf und brachte es nach Hause. Aber früh am nächsten Morgen war die Vilce auf dem Hof und fragte vor der Tür: "Wo soll ich es hinschütten?" Von jenem Tag an brachte die Vilce dem Bauer Geld ins Haus. Dann verlangte die Vilce, man solle ihr von allen Gerichten zu essen geben, die zum ersten Mal gekocht würden. Sie werde von jetzt an auf dem Stalldach wohnen. Aber der Bauer brachte der Vilce nur selten etwas zu essen. Da sprach sie: "Du gibst mir nicht zu essen!"

Der Bauer achtete nicht auf ihre Worte. Er brachte ihr kein Essen. Da steckte die Vilce in der Nacht den Bauernhof in Brand.

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