Vilce

From Pasakas un teikas
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Früher hatte ein Bauer eine Vilce. Der Bauer war sehr gei­zig und sorgte schlecht für die Vilce. Manchmal gab er ihr tagelang nichts zu essen.

Einmal saß die Tochter des Bauern mit dem Nachbarsohn im Garten. Es war schon Abend. Die beiden jungen Leute sprachen leise miteinander. Jemand, den sie nicht sehen konnten, ging im Garten herum und sprach bei sich: "Ich habe ihm genug Reichtum herbeigeschleppt, er will mich aber Hungers sterben lassen. Jetzt werde ich die Korndarre in Brand stecken. Dann will ich mich selbst in einen Badequast verwandeln und von der Badstube aus zusehen, wie die Korndarre niederbrennt."

Der Sprecher — es war die Vilce — ging davon. Bald darauf, begann die Korndarre zu brennen. Die Leute kamen herbeigelaufen um den Brand zu löschen, vermochten es jedoch nicht. Da erinnerte sich der Nachbarsohn an die Worte, die er gehört hatte, und eilte in die Badstube. Der Bursche ergriff den Badequast, warf ihn in die brennende Korndarre und rief: "Im Namen Jesu werfe ich dich ins Feuer!"

Da erlosch das Feuer augenblicklich.

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