Vilce

From Pasakas un teikas
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Eine Bäuerin hatte zwei Vilces. Die Bäuerin fütterte sie auf dem Boden des Vorratshauses. Sie brachte den Vilces Grütze mit Butter und gebratenem Fleisch. Auf dem Hof lebte auch ein Knecht, dem die Bäuerin sehr schlechtes Essen gab. Einmal kletterte der Knecht auf den Dachboden und aß das den Vilces zugedachte Essen auf. Danach verunreinigte der Knecht die Schüssel und versteckte sich auf dem Speicherboden, um die Heimkehr der Vilces abzuwarten.

Als die Vilces zurückkamen und zu essen begannen, rief die eine aus: "Pfui, Schwesterchen, Dreck!"

"Ja, wahrscheinlich wohl," antwortete die andere. Die Vilces wollten sich rächen dafür, dass die Bäuerin ihnen Dreck zu essen gab. Sie beschlossen, das Vorratshaus anzuzünden und selbst zuzuschauen, wie es niederbrennen werde. Die eine Vilce sagte, sie wolle in eine alte Radbüchse kriechen, die andere wollte sich in einen alten Badequast verwandeln. Die beiden Vilces liefen davon, und das Vorratshaus begann sogleich zu brennen.

Der Knecht war nicht dumm. Er lief zur Badstube, ergriff den dort liegenden alten Badequast und warf ihn in das brennende Vorratshaus. Dann lief er zur Korndarre und packte die alte Radbüchse, die dort lag, die er ebenfalls ins Feuer warf.

Als das Feuer die beiden Vilces erfasste, erhoben sich von der Brandstelle zwei Feuersäulen und eine menschliche Stimme rief:

"Der ganze Hof wird niederbrennen!"

Aber nur das Vorratshaus brannte nieder, die anderen Gebäude nicht.

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