Die Zwerge

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Ein Bauer hatte beschlossen, einen Keller auszumauern. Er hatte — so wie heute — die Steine dazu gebrochen und wollte — so wie morgen — mit dem Mauern beginnen. Als er am nächsten Morgen aufstand, sah er, dass die Steine bereits angefahren worden waren. Er fragte seine Knechte: nein, sie hätten doch geschlafen. So ein Wunder! Er geht in den Stall. Da sieht er: seine Pferde sind nass abgetrieben. Er kehrte ins Haus zurück, um die Knechte zu fragen, wer die Pferde so abgetrieben habe, dass sie Schaum am Maul hatten. Ob das wohl Menschen gewesen waren oder irgendwelche Geister? Die Knechte antworteten: das werden gewiss keine Menschen gewesen sein, sondern Zwerge, die die Steine angefahren hatten. Der Bauer freute sich sehr über die fleißigen Zwerge, aber weiter kümmerte er sich an dem Tag nicht mehr darum. Als er jedoch am nächsten Tag aufstand, sah er, dass sein Roggenfeld umgepflügt war, und die Pferde waren noch mehr abgetrieben. Über einen solchen Unfug wurde der Bauer sehr böse und fragte andere Leute um Rat, wie er die Zwerge vertreiben könnte. Sie belehrten ihn, kleine Kreuze an die Stalltür zu schlagen, dann würden die Zwerge fortgehen. Er tat es so — und sie kamen nicht mehr.

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