Die Heiligen Jungfrauen, Maiden

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Die Heiligen Jungfrauen wohnten "hinter dem Feuer", d. h. an der Herdstelle zwischen dem offenen Feuer und der Mauer. Wenn das Essen überkocht, wirft man nicht den Schaum hinter das Feuer, um nicht die Heiligen Maiden zu treffen. Sobald man den heißen Schaum auf sie schüttet, bekommt man Beulen an den Augen, die man auch die Heiligen Maiden oder die Beulen der Heiligen Jungfrauen nennt. Wenn man sich damit noch in die Badstube begibt, sind sie kaum noch zu heilen(Gemeinde Raņķi). Wenn man das Feuer besprengt (beschüttet, mit einer Flüssigkeit übergießt), in dem die Heiligen Jungfrauen wohnen, schütten sie ihr Gift auf die Person aus, man bekommt Pusteln, die auch die "Heiligen Jungfrauen" genannt werden (die Kalnvagari-Bäuerin bei Ventspils). Die Heiligen Jungfrauen überfallen einen auch, wenn man Kinderurin an einer Stelle ausschüttet, wo sie wohnen. Wenn alte Jungfern sich das Leben nehmen, verwandeln sie sich in Heiligen Jungfrauen (in Kupla bei Kuldīga. Dieselbe Kupla hat noch das folgende Volkslied aufgesagt):

Liebe Māŗa, gute Frau,
Scheuch die Heiligen Maiden weg!
Jesus Christ', dein lieber Sohn,
Ist der Herrscher über sie!

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