Die Heiligen Jungfrauen, Maiden

From Pasakas un teikas
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Comments: Wenn das Feuer erlischt, bleibt eine Aschenhaut übrig, von der man eine Messerspitze für die Zubereitung der Salbe nimmt. K. P.
Comments: Losā piepe (echter Zunderschwamm) werden in Vidzeme "raganas vēmekļi" (Hexen-Kotze) genannt. P. Š.


An Baumstümpfen und morschem Holz wachsen gelbliche Pilze. Wenn man sie berührt, bekommt man die " Heiligen Jungfrauen ": juckende Pusteln am ganzen Leib. Wenn man sie nicht kuriert, breiten sie sich über die ganze Haut aus. Man darf sie nicht anfeuchten und man darf sie nicht lange unbehandelt lassen. Die " Heiligen Maiden " behandelt man mit Nieswurz, mit sauerer Sahne oder Fett und mit der Asche aus der Pfeife. Die Arznei wird besprochen und beim Schlafengehen auf die befallene Stelle geschmiert (Gemeinde Raņķi). Sauere Sahne wird mit der Asche des verbrannten Johanniskrautes vermischt. Die gewonnene Salbe wird mit den Namen der Heiligen Jungfrauen besprochen, die man neunmal wiederholen muss, dann beschmiert man die Pusteln da- mit (Kupla, Kuldīga).

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