Schicksalsgöttin, Glücksgöttin

From Pasakas un teikas
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Einmal brachte ein Bauer Roggenmehl nach Riga. Es war zur Winterzeit und sehr kalt. Unterwegs gesellte sich eine weiße Frau, die barfuß ging, zu ihm und bat ihn, ihr Schuhe zu kaufen Da, sagte der Bauer: "Woher soll ich denn hier am Straßenrand Schuhe hernehmen? Aber sollte es mir in Riga gut gehen, dann will ich dir Schuhe kaufen."

Gut. Er setzte seinen Weg zu Pferd fort, aber die Frau wich nicht mehr von ihm, sondern folgte der Fuhre zu Fuß. Er kommt in Riga an, fährt auf den Markt und öffnet die Säcke. Da sieht er: seine Säcke sind mit dem feinsten Weizenmehl gefüllt. Während er sich noch wundert, kommt die Frau heran und sagt: "Wundere dich nicht so lange. Sieh, die Käufer haben sich schon um deine Fuhre versammelt, geh nur ans Verkaufen!"

Er dreht sich um: ja, einer der Käufer, der direkt hinter seinem Rücken steht, bietet bereits sieben Rubel für den Lof. In kurzer Zeit hatte der Bauer alles Mehl verkauft und viel Geld eingenommen.

Schließlich kaufte er ein Paar prächtige Schuhe und schenkte sie der weißen Frau, indem er sich herzlich bei ihr bedankte. Die Frau nahm die Schuhe in Empfang und verschwand dann plötzlich, als wäre sie ins Wasser gefallen. Zu Hause angekommen, sprach der Bauer: "Diesmal ist es mir in Riga sehr gut ergangen. Aber wie sollte es auch anders sein, wo ich doch unterwegs Laima begegnet bin!"

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