Schicksalsgöttin, Glücksgöttin

From Pasakas un teikas
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Comments: J. Danders in Drusti (Sammlung Brīvzemnieks) schreibt: man wollte die Vieh-Laima festnehmen, aber ihre Verfolger wurden blind, gingen rückwärts, fielen in den See des Kāpuru kalns und ertranken. Das nächste Mal ist es ihnen jedoch gelungen, die Vieh-Laima nach Russland zu verschleppen und die Kirche zu zerstören. L. P.
Comments: Vgl. auch Sage über die Kuh-Māŗa. P. Š.


Auf dem Kāpuru kalns (Berg) in Jaunpiebalga, Kr. Cēsis, befand sich die Kirche der Māŗa. Jetzt sind von der Kirche nur noch Mauerreste übrig, von Dornbüschen und Disteln überwuchert. Die Kirche hat man in alten Zeiten deshalb die Kirche der Māŗa genannt, weil die lettische Vieh-Beschützerin und Milch-Spenderin Māŗa oder Laima dort ihre Wohnung genommen hatte. In zwei Kriegen ist die Kirche belagert gewesen. Das erste Mal hat man sie niederbrennen wollen: man brachte viel Stroh in die Kirche und wollte es anzünden, aber die Kirche brannte nicht und ließ sich nicht zerstören. Nun nahm man die Laima selbst gefangen und brachte sie nach Russland, aber sie floh wieder heim. Neben der Kirche der Māŗa befand sich ein großer flacher Stein. Auf diesem Stein pflegte die Laima zu sitzen und leise wie eine Kuh zu brüllen. In dem nächsten Krieg wurde die Kirche zerstört, die Laima gefangen genommen und weit nach Russland gebracht, so dass sie nicht mehr nach Livland zurückkehren konnte. Seit der Zeit gedeiht das Vieh nicht mehr so gut in dieser Gegend, und die Kühe geben weniger Milch. Früher hat man in den See des Kāpuru kalns Geldstücke für die Laima geworfen, damit sie Vieh gedeihen und Milch fließen lasse.

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