Usinsch, Using

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Zu Pfingsten pflegten Bauern, die gemeinsame Weiden hatten, zusammen mit ihren Knechten zur Nachthütung zu reiten. Mit Brottaschen und brennenden Holzscheiten liefen sie um die Pferde herum. Dann wurde an der Feuerstelle mit einem spitzen Pfahl ein Loch in die Erde gebohrt. In dieses Loch wurde das Opfer für die Göttin, die Mutter der Nachthüter, geschüttet, bereitet aus Bier, Branntwein, Fleisch, Eiern, Käse, Mehl und Fett. Dann wurde darüber Feuer angezündet und geschürt, an dem man aß und trank. Das Essen wurde auf dem Lagerfeuer zubereitet: es wurde "Pantags"* gebacken. Was vom "Pantags" übriggeblieben war, wurde am nächsten Morgen ohne Brot aufgegessen. Das Opfer bewahrt vor Wölfen, vor Krankheiten und vor sonstigem Übel. Wenn einer der Bauern an den Bräuchen nicht teilnehmen wollte, waren seine Pferde Gefahren ausgesetzt.

  • Pantags – eine Art Pfannkuchen.
Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox