Usinsch, Using

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search
Comments: Liepiņš aus Engure hat den gleichen Brauch beschrieben. L. P.


Als man früher die Pferde oder das Vieh im Frühjahr zum ersten Mal auf die Weide ließ, wurde vor der Stalltür ein rotes Tuch ausgebreitet, um alles Übel fernzuhalten. Nachdem die Pferde oder das Vieh aus dem Stall herausgelassen waren, trug man ein Hühnerei und einen Schlüssel dreimal um sie herum. Dann wird das Ei dreimal um den Schlüssel geführt, und nun übergibt man beides dem Hirten. Der Hirte versteckt das Ei im Weidenstrauch, den Schlüssel aber trägt er den ganzen Tag mit sich herum. Am Abend, bringt er sowohl das Ei als auch den Schlüssel wieder nach Hause und legt sie auf den Tisch. Das Ei bewirkt, dass die Pferde und das Vieh rund wie Eier werden, und der Schlüssel bewirkt, dass die Herde beisammen bleibt und sich nicht verstreut. Am Abend wurde ein Festmahl bereitet. Während die Menschen aßen, wurden die Pferde so an einem Pfahl angebunden, dass sie die Köpfe so hoch wie nur möglich halten mussten. Das sollte bewirken, dass die Pferde sich stolz mit erhobenen Köpfen bewegten. Als die Hirten am Abend heimkamen, wurden sie mit Wasser begossen, damit sie beim Hüten nicht einschliefen. Wichen die Hirten dem Begießen aus, wurden sie beim Tisch mit Wasser überschüttet. Ein solches Begießen wurde rumulēšānās ("Rummeln") genannt.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox