Krankheiten

From Pasakas un teikas
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In Bērzaune hatte sich die Pest auf dem Bētiņi-Hof (nach anderer Aussage auf dem Albrati-Hof) niedergelassen. Dort hatte sie ein eigenes Kämmerlein mit einem kleinen Fensterchen, das nur eine Glasscheibe hatte. Jeden Abend, als die Sonne unterging, ritt die Pest auf einem weißen Pferd in ihr Kämmerlein (das kein Dach hatte) hinein. Der Knecht des Hofbauern musste das Pferd in den Stall bringen und ihm Hafer in die Krippe schütten. Auf dem Bauernhof, auf dem sich die Pest niedergelassen hatte, ist nur ein Knecht gestorben (weil er auf dem jetzigen Kapi-Gut Salz gestohlen hatte), aber auch er hatte einen leichten Tod. Als die Pest dem Knecht verkündete, dass er sterben müsse, flehte er die Pest an, ihm die Todesstrafe zu erlassen, aber die Pest ließ sich nicht erweichen. Sie gab ihm aber den Rat, sich in die Badstube zu begeben, sich ordentlich zu waschen und dann seine besten Kleider anzuziehen. Dann solle er sich ins Bett legen — er werde leicht einschlafen. Und so geschah es auch.

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