Krankheiten

From Pasakas un teikas
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Im Frühjahr war dem Herrn ein Pferd verendet. Die Knechte hatten es auf den Kaļķu kalns (Kalkberg) gebracht und es dort den Füchsen als Nahrung überlassen. Eines Tages fuhr die Bäuerin nach Benkācieši, ihre Verwandten zu besuchen. Als sie wieder heimkam, erzählte sie, sie habe gehört, dass das Fieber einen verlasse, wenn man etwas ekelhaftes tue oder wenn man etwas trinke, was einen anekelt. Sie erzählte weiter, dass in Benkācieši ein junger Bursche sich in den Bauch eines toten Tieres gelegt und auf diese Weise das Fieber vertrieben habe. Der Knecht des Hofes, der an Fieber erkrankt war, überlegte nicht lange, er eilte zum Kaļķu kalns (Kalkberg) und legte sich in den Bauch zwischen die Rippen des verendeten Pferdes. Da er noch wach war, merkte er ganz deutlich, dass ein Herr an ihn herankam und ihm einen kräftigen Schlag mit seinem Spazierstock auf den Hintern gab. Als der Herr fortgegangen war, packte das Fieber ihn und schüttelte den Armen so, dass die Rippen des Pferdes klapperten. Das Liegen im Bauch des toten Pferdes hatte ihm nichts genutzt, das Fieber packte ihn noch heftiger.

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