Krankheiten

From Pasakas un teikas
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Ein Mann war an Fieber erkrankt. Die Frauen hatten irgendwo erfahren, dass das Fieber sich vor Iltisfleisch ekele, man müsse es nur recht braun anbraten. Aber wo sollte man im Frühjahr, als alle Felder noch schwarz waren, einen Iltis hernehmen. Zum Glück kam gerade am Jurģis-Tag Mārcis vom Tiltiņi-Hof und brachte einen Iltis, den er im Moor von Cēsis beim Reisighacken erschlagen hatte. Der Bauer bezahlte Mārcis drei Rubel. Obwohl er gefeilscht hatte, wollte Mārcis den Iltis nicht billiger hergeben. Die Frauen brieten den Iltis mit dem Fell auf offenem Feuer der Herdstelle, so dass er schon von weitem roch. Der Bauer musste das Fleisch essen, obwohl es ihm beim Hinschauen allein schon übel wurde. Der Mann plagte sich mit dem Iltisfleisch vom Jurģis-Tag bis Pfingsten, aber es half ihm nichts.

Als es Sommer wurde, musste er Frösche essen. Hundekot-Tee trinken, er schwamm in der Jauche und ließ sich an den Beinen am Baum aufhängen. Aber das alles war vergeblich — im Winter schüttelte ihn das Fieber noch heftiger.

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