Der Tod

From Pasakas un teikas
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Ein Mann ging eines Nachts hinaus und erblickte einen grauen Reiter auf einem grauen Pferd, das bis zum Dach reichte. Da sagte der Mann nur so hin: "Wohin willst du denn reiten? Das Haus versperrt dir doch den Weg! Wirst du mich auch mitnehmen?"

"Nein," antwortete der Reiter, "warte noch ein wenig, deine Zeit ist noch nicht gekommen. Diesmal habe ich einen anderen Mitreiter."

Der Mann sagte nichts weiter und ging ins Haus zurück. Am anderen Morgen war das Kindchen seiner zweiten Frau gestorben. Erst jetzt begriff der Mann, dass er gestern den Tod selbst gesprochen hatte. Deshalb pflegt man noch heute — wenn jemand sehr krank ist und doch noch nicht stirbt — zu sagen: "Seine Stunde ist noch nicht gekommen, der Tod holt ihn noch nicht!"

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