Pūķa iegūšana un darbība / Das Anschaffen des Drachen und seine Tätigkeit (Wirksamkeit)

From Pasakas un teikas
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Vienēs mājēs, netāļ no muns sen citreiz dzīve sainiks, pavecigs vīrs. Tas bi iejēms tāds doms, ka viņam vaidzt āter bagtam tapt. Viņš kloušan us visad vīz un iet pi visem buŗem prasdem, u kāds viņam nevart pamāct, kā viš vart bagats tapt. Kādreiz viš sastiekes a tād gudarnik, kas viņam stāst, ka Rīgē esam tād viet, kur varam dābt pirkt pūķ, kas velk labeb un vis cit labam klātes. Viš āzbrouc us Rīg, mekle, kloušan un atrod to viet, kur var dābt gan pirkt tād pūķ. Bet tie kung, kas viņ pārdod, ieved vece sainik namē. Tur tie iemet sudrab dālder iekšē, kas dance apkārt vien pa to kārste kvēl. To tie pārdevej rād tam sainikem, teikdam: "Kas to pūķ nopirk un āzved sovēs mājēs, tam dvēsel, kad viš nomiers, tā dancs pa els ugiņ. U to zindem tu nu vel gribs pirkt to pūķ?" Veces sainiks teic: "Le kā būdams!" — viš grib un grib pirkt to pūķ. Tad tie kung viņam pārdevš to pūķ. Viš to atveds mājēs, uzlics us pakšgal. Bet pa nakt tas pūķ tur pazuds. Bet nu tam vecam sainikam vairs nekur nav buis miers: kur vien viš i gājs adar dzīves, adar gules, tur visres viš viņ — tas pūķs — i moces, tā ka nemaz vairs nevares to izturt. Tad viš āzgājs pi mācte un to lūdzs, le tas nākt un izdzīt viņam to pūķ no mājam un tos mājs pa jaun akal iesveit't. Māctes gribdem redzt, kas tur i par ērmem, apsoles un āzbrouc. Vecsainiks sten un vaid, ka pūķs viņ moc akal. Māctes skates un neko neredz — pras: "Kur tad i tovs pūķs?" Sainiks rād: "Ro, kur i — tur plānvidē jums pi kājam!" Māctes skates, bet it neko neredz — gan brade, gan izspārdes pa to plān, bet neko nevar saspārdt. Bet sainiks tik brēc: "Rov, rov, kur viš nāk, man virsē. Voi Jēzs, glāb man!" Māctes nosmetes ceļēs pi to vecsainik un ab div lūgš Diev. Tad pūķs pazuds un veces sainiks taps no viņ vaļē. Bet tad e nekad nav vairs gribes tā aplam bagats tapt. Auf einem Bauernhof in unserer Nachbarschaft lebte einmal ein Bauer, ein bereits ältlicher Mann. Er wurde den Gedanken nicht los, schnell reich werden zu wollen. Er fragte alle Zauberer um Rat und wollte wissen, ob jemand ihn belehren könne, auf welche Weise er schnell reich werden könnte. Einmal begegnete er einem weisen Mann, der ihm erzählte, dass man in Riga Drachen kaufen könne, die Korn und andere Schätze herbeischaffen. Er fuhr nach Riga und suchte nach der Stelle, wo man solche Drachen kaufen konnte. Anschließlich fand er sie. Die Herren, die, die Drachen verkauften, führten den alten Bauer in ein Haus. Dort warfen sie einen Silberthaler ins Feuer, der in der großen Hitze zu hüpfen und zu tanzen begann. Die Herren zeigten es dem Bauern und sprachen: "Wer einen Drachen kauft und in sein Haus bringt, dessen Seele wird nach seinem Tode in dem Feuer der Hölle auch so tanzen müssen. Da du es nun weißt, willst du dennoch den Drachen kaufen?" Da antwortete der alte Bauer: "Mag kommen was will, ich will den Drachen kaufen!" Nun verkauften die Herren ihm den Drachen. Der Bauer brachte den Drachen nach Hause und stellte ihn an der Hausecke ab. Aber während der Nacht war der Drache von seinem Platze verschwunden. Jetzt hatte der alte Bauer keine Ruhe mehr: wohin er auch ging, was er auch tat, ob er arbeitete oder schlief, immer war der Drache bei ihm und plagte ihn, so da er es gar nicht mehr aushalten konnte. Da begab er sich zum Pfarrer und bat ihn, ihn von dem Drachen zu befreien und sein Haus zu weihen. Der Pfarrer wollte gern sehen, was sich auf dem Hof des Bauern abspielte, und fuhr hin. Der Alte stöhnte und jammerte, dass der Drache ihn wieder plage. Der Pfarrer sah sich um, konnte aber nichts erblicken, und fragte den Bauer: "Wo ist er denn, dein Drache?" Der Bauer zeigte mit der Hand: "Seht, seht — mitten in der Stube, gerade vor Euren Füßen!" Der Pfarrer schaute wiederum, konnte aber wieder niemand erblicken. Aber der Bauer schrie: "Seht, seht, da kommt er auf mich zu! Jesus, rette mich!" Da kniete sich der Pfarrer hin und beide beteten zusammen. Der Drache verschwand, und nun war der alte Bauer ihn los. Aber jetzt war ihm der Wunsch, sehr reich zu werden, vergangen.
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