Das Anschaffen des Drachen und seine Tätigkeit (Wirksamkeit)

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Comments: Āronu Matīss (Drachen-Mythus, 55, 47) aus Liezere schreibt: ein Bauer, dessen Drache sein Vorratshaus mit Korn gefüllt hatte, äußerte sich dazu, dass er jetzt, soviel Korn wie Mist habe. Sogleich füllte der Drache das Vorratshaus mit Mist. R. A.


Ein Mann aus Krisburg hatte in Riga einen Drachen gekauft, den er nach Hause gebracht hatte. Als man nun zu Hause das Päckchen aufmachte, das er in Riga bekommen hatte, fand man nur ein altes Strickende darin. Da wurde die Frau böse auf ihren Mann und schalt, sie hätte geglaubt, er werde etwas Gutes mitbringen, dabei habe er nur einen Dreck-Strick mitgebracht. Aber von nun an konnte sie sich vor Dreck (Mist) nicht mehr retten: wo man auch hintrat — ob sie in den Keller ging, Milch heraufzuholen, oder in das Vorratshaus, Brot oder Mehl zu holen, überall lag Mist herum. Von einem solchen Unglück konnte man sich nicht anders befreien als durch ein Menschenopfer. Da vermachte der Mann dem Drachen die Tochter seiner Schwester, die darauf den Verstand verlor. Und von da ab war es wieder gut.

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