Das Anschaffen des Drachen und seine Tätigkeit (Wirksamkeit)

From Pasakas un teikas
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Eine Bäuerin hielt einen Drachen, der, ihr jeden Samstagabend eine Menge Butter herbeischaffte. Er brachte die Butter, während das Gesinde in der Badstube war. (Zu der Zeit gingen noch Männer und Frauen zusammen in die Badstube). Ein Knecht hatte bemerkt, dass die Bäuerin einen Drachen hielt und ihr Gesinde mit der Drachenbutter fütterte. Er beschloss den Drachen zu vernichten. An einem Samstagabend, als alle anderen sich zur Badstube begaben, schlich er heimlich in die Stube zurück und kroch, ohne dass die Bäuerin es gesehen hätte, unter das Bett. Sobald alle fortgegangen warnen, brachte die Bäuerin ein Kübelchen in die Stube, deckte es mit einem weißen Leinentuch zu und setzte sich selbst auf das Bett hin. Da öffnete sich die Tür, und ein langer, dünner weißer Kerl kam herein. Er setzte sich auf das Kübelchen und machte es mit Butter voll. Dann ging er wieder fort. Die Bäuerin brachte das Kübelchen in ihre Kammer, nur die Butter für das Abendbrot stellte sie auf den Tisch. Die Anderen kamen aus der Badstube und setzten sich an den Abendbrottisch, nur der Knecht aß nicht, "warum isst du nicht?" Fragte der Bauer. "Weil es Drachenbutter ist," antwortete der Knecht. In demselben Augenblick schrie die Bäuerin schmerzlich auf und war auf der Stelle tot. Nun erzählte der Knecht allen, was er gesehen hatte.

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