Das Anschaffen des Drachen und seine Tätigkeit (Wirksamkeit)

From Pasakas un teikas
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Eines Tages verstarb der Vater des Bauern Ozoliņš vom Sinepēni-Hof in Nītaure, ohne sagen zu können, wo er das Geld versteckt hatte. Da beschloss der Sohn, zum Drachen zu fahren, um das Geld finden zu können. Da es ihm nicht ganz angenehm war, allein zu fahren, forderte er zwei Nachbarn, den Klinģenieki-Bauern und den Vec-Ilgāsi-Bauern auf, mitzufahren, da die Beiden kein Geld hatten.

Sie fuhren den ganzen Tag, bis sie auf den Natvaideri-Hof in der Nähe von Riga kamen, auf dem der Besitzer des Gelddrachen lebte. Dort gab man ihnen zu essen. Dem Bauern Ozols, der gekommen war, um zu erfahren, wo das Geld seines Vater verborgen war, setzte man Sauerkraut und Hering vor, dem Klinģenieki- und dem Vec-Ilgāsi-Bauern aber gab man kleine Kinderfüßchen mit gehackten Schlangen zu essen, die sie für Wurst und Schinken hielten. Danach schickte man sie schlafen. Ozols musste auf einer harten Bank liegen, die beiden anderen wurden auf Pferdemagen gebettet und mussten sich mit Kuhhäuten zudecken, die ihnen wie weiche Daunenbetten und gebleichte Leinentücher vorkamen. Der Klingenieki- und der Vec-Ilgāsi-Bauer schliefen bald ein, Ozols, jedoch konnte kein Auge schließen. Gegen Mitternacht begann der Gastgeber zu pfeifen. Er pfiff und pfiff, bis schließlich ein Drache herbeigeflogen kam. Der Besitzer begann den Drachen zu schelten, weil er nicht schneller gekommen war. "Schilt mich nicht. Weißt du denn nicht, dass ich auf der anderen Seite der Daugava (Düna) zwei Kampfhähne umbringen musste? Und was wollen diese hier?" "Der eine will wissen, wo sein verstorbener Vater sein Geld versteckt hat", sagte der Besitzer. "Nun, wer weiß denn das nicht!" lachte der Drache — "unter der Schwelle der Korndarren Tür! Und was wollen die zwei anderen?" "Die wollen sich einen Drachen holen", antwortete der Drachenbesitzer.

Da schnippte der Drache sogleich den Klinģenieki- und den Vec-Ilgāsi-Bauern so an die Nase, dass Blut zu fließen begann. Dann ließ er sie mit ihrem Blut ihre Unterschriften in sein schwarzes Buch zu schreiben. Nach dieser Zeremonie gab der Drache jedem von ihnen eine schwarze Erbse und sagte: "Hüte diese Erbse wie deinen Augapfel. Wenn du heimkommst, dann musst du zu deiner Frau sagen, der Teufel sei in ihrem und deinem Herzen." Jeder hatte das Seine bekommen, und so fuhren sie glücklich nach Hause. Wie gesagt, so getan. Der Bauer Ozols fand unter der Korndarren Schwelle des Sinepēni-Hofes eine Handvoll Geld. Der Klinģenieki- Bauer eilte froh zu seiner Frau und sagte, der Teufel sei in ihrem und in seinem Herzen. Nun, und was sagte sie darauf? Das könnt ihr euch vorstellen, was sie da gesagt hat!

Die Erbse platzte und flog durch die Luft davon dass die Luft nur so brauste. Die Vec-Ilgāsi Bäuerin dagegen war mit dem Spruch einverstanden. Der Drache schaffte verschiedenes Gut herbei. Man konnte ihn oft in der Gestalt eines schwarzen Katers, eines Stieres u.a. sehen. Die späteren Generationen baten Pērkons, den Drachen zu erschlagen, da er sonst nicht bereit war, fortzugehen. Da zog Pērkons herauf und schlug in die Korndarre und in die Badestube ein, bis es ihm schließlich gelang, ihn (den Drachen) im Teich zu erschlagen.

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