Der Drache ist beleidigt

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten lebte in der Gemeinde Alsviķi, im A. Hof ein Bauer namens Gabrāns. Während dieser einmal durch den dichten Wald ging, begegnete er dem leibhaftigen Bösen. "Wie geht es, Freund?" fragte der Teufel. "Schlecht!" antwortete Gabrāns. "Ich kann dir helfen" sagte der Teufel, indem er einen blauschwarzen Vogel aus dem Busen zog. "Hier, verwahre ihn am Herzen, dann sollst du sehen, dass es dir gut gehen wird. Nach drei Jahren wollen wir uns wieder an dieser Stelle treffen." Gabrāns dankte dem Teufel und ging davon.

Im Herbst fährt er nach Riga und hat ein Liespfund Flachs auf seiner Fuhre. Die Herren in Riga kaufen den Flachs und legen ihn auf die Waage, aber das Liespfund wiegt das Zehnfache. Die Rigaer Herren schütteln den Kopf, kratzen sich hinter den Ohren, lassen den Flachs durch ihre Hände gehen, können aber nicht begreifen, warum der Flachs so schwer ist. Aber Gabrāns sieht, dass sein Vogel höhnisch grinsend auf dem Flachsbündel hockt. Die Rigaer Herren sehen den Vogel nicht, sie wiegen einmal und noch einmal — es ist und bleibt ein Schiffspfund. Die Herren zahlen das Geld, und Gabrāns fährt fröhlich heim. Als er nach Riga fuhr, waren die Kisten und Kästen leer, als er heimkam, waren sie randvoll. Gabrāns freut sich über die Maßen. Drei Jahre gehen in Freude und Fülle hin. Aber am verabredeten Tag erscheint der Teufel und fragt: "Nun, ist es dir nicht gut gegangen? Wenn du willst, dass es dir immer so geht, so mach es so: Wenn du nach Hause kommst, so sprich zu deiner Frau: "Frau, der Teufel in deinem Herzen, der Teufel in meinem Herzen!"" Der Mann versprach es, und beide trennten sich. Auf dem Heimweg aber wurde dem Bauer bange, und als er nach Hause kam, sagte er zu seiner Frau: "Frau, Gott in deinem Herzen, Gott in meinem Herzen!" Da flog der blauschwarze Vogel burr! Aus seinem Busen und in den Dachgiebel. Augenblicklich geriet das Dach in Brand, und das Haus brannte bis auf den Grund nieder. Wohl eilten die Nachbarn zum Löschen herbei, aber je mehr sie löschten, um so mehr brannte es. Und mit dem Hause verbrannte auch der ganze Reichtum, den der Drache in den drei Jahren zusammengetragen hatte, und Gabrāns wurde noch ärmer, als es vorher gewesen war.

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