Pūķis nosists / Der erschlagene Drache

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Place of recording Dricānu pagasts
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Age of informant 40
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Seņuok myusu sābram bejs pyučs, jis dzeivuojis cīši boguoti. Kolpyune kotru reitu guojuse uz kambari maļt. Aizīt uz klēti, pīber sītu mīžu, atnas uz kambari, maļ, maļ, pīmaļ vīnu sīku myltu, pīmaļ ūtru — vys vēļ nu sīta nava izmolti vysi mīži. Jei pavysam nūsakomoj moldama. Reizi jai saīt dusmes, ka navar samalt tik īlgi sīta mīžu. Jei aizdadz skolu un verās, ka nu viersa bierst i bierst mīži, jei pajēmuse mylynu kai gryuž grīstūs un truopej pyučam taišņi acīs. Pyučs sasadusmoj un aizbāg nu myusu sābra. Pēc tam kolpyune īnas kambarī sītu mīžu, izlīk uz dziernovom, suoc maļt un na par ilgu laiku izmaļ tū mīžu sītu. Saiminīkam beja stypri žāļ pyuča, jis zynuoja ka pyuča dzeivūklis beja kambarī, un suoka prasīt kolpyunei, voi nava pyuča redzējuse. "Redzēju gon," atsoka kolpyune, "pyučs sēdēja uz dziernovu kūka un bēŗa gryudus dziernovu acī, tai ka es nikod navarēju beigt maļt. Tamdēļ es jam īgryudu ar mylynu." Jis labi saprota, ka kolpyune izdzeivuoja pyuču nu kambaŗa un par taidim nadorbim padzyna sovu kolpyuni. Früher hatte unser Nachbar einen Drachen und konnte in Reichtum Leben. Die Magd musste jeden Morgen in die Mahlkammer gehen und Korn mahlen. Sie holte aus dem Vorratshaus einen Scheffel Gerste, brachte sie in die Mehlkammer und begann zu mahlen: schon hatte sie einen Scheffel Mehl, schon hatte sie zwei Scheffel Mehl, aber noch immer hatte sie nicht alles Korn zu Mehl vermählen, obwohl sie schon ganz müde vom Mahlen geworden war. Schließlich wurde sie wütend, dass sie immer noch nicht mit dem einen Scheffel Korn fertig geworden war. Sie zündete einen Span an. Da sieht sie: von der Decke rieselt immer neues Korn in die Mühle. In ihrer Wut packte sie die Mahlstange und stieß damit gegen die Decke, wobei sie mit aller Wucht das Auge des Drachen traf. Da wurde der Drache zornig und verließ unseren Nachbar. Als nun das nächste Mal ein Scheffel Gerste in die Mahlkammer gebracht wurde, war sie in kurzer Zeit zu Mehl vermählen. Der Bauer trauerte seinem Drachen nach. Er wusste, dass die Mahlkammer seine Wohnung gewesen war, deshalb fragte er die Magd, ob sie den Drachen nicht gesehen hätte. "Ich habe ihn schon gesehen", antwortete die Magd, "er hockte auf der Mahlstange und schüttete immer Korn in die Mühle, so dass ich niemals fertig wurde. Deshalb habe ich ihn verprügelt." Der Bauer verstand nun sehr wohl, dass seine Magd den Drachen vertrieben hatte, deshalb verjagte er die Magd von seinem Hof.
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