Pūķis nosists / Der erschlagene Drache

From Pasakas un teikas
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Place of recording Birzgales pagasts
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Beja vīns zemnīks cīši boguots. Daudz jam beja monta un maizes. Cytym ļaudim nabeja maizes un jī myra bodā, bet jam nikod natryuka nikuo. Beja jam vīns dāls un jis jū apprecēja, sataisīdams taidas lelas kuozas, kai nikur nikam nabeja. Pēc kuozu jaunuo vadakla nedeļas div nikuo nastruoduoja. Zemnīkam beja sovas rūkas dziernovas. Seņuok nabeja patmaļu. Paši sātā mola myltus. Vīnu reizi vacais tāvs soka vadaklai: "Vedekliņ, ej un samaļ maizei vīnu sīciņu rudzu!" Vadakla paklausīja vacuo tāva, cēļās reitā agri un suoka malt. Mola jei, mola da pašai gaismai, parauga, bet sīciņš vys pylns un myltu jau pylna skreiņa. Jei puorstuoja malt, veŗās uz dziernovom un breinuodamuos runoj paša sevī: "Kas te taids ir par lygu, ka malšonai nav gola?" Jei pajēmja, aizdedzja skaliņu un veŗās, ka uz plauktiņa sēd gailis ar sorkonu seksti un nu gnēzes laiž rudzus taišņi sīciņā. Kū jei pajem rūkā, tū jis pīlaiž otkon pylnu sīciņi. Vadakla sasadusmuoja, izjēmja mylynu nu dziernovu, lyka jam par golvu un nūsyta gaili. Īlyka mylynu dziernovuos un suoka otkon maļt dreiži. Tagan jei tū sīciņu samola. Beiguse dorbu, īguoja ustobā. Vacais tāvs vaicoj: "Nu kai, meitiņ, samoli vysu?" — "Jā," atbildēja vadakla, "vysu samolu." Nūsabeida vecs un breinuojas, kai tys varēja byut. Kuopja jis pats nu cepļa un īt vārtūs uz kambari. Nūīt vecs un veŗās, ka myltu gon daudz, bet sīciņš tukšs un rudzu nav. Veŗās: pi dziernovu guļ gailis nūsysts, nadzeivs. Tveŗās vecs aiz golvas: "Ak, Dīviņ, Dīviņ! tagan mes palykam pavysam nabogi!" Paguoja tik pus goda un zemnīks palyka pavysam nabogs. Ity beja tai, ka zemnīks turēja gaili septiņi godi, gailis tys nūdēja ūlu un nu ūlas izguoja taids gailis, kurs sauc par pyukuli, un kas nasa zemnīkam daudz monta. Ein Bauer war sehr reich. Er hatte viel Geld und viel Brot. Andere Leute hatten kein Brot und mussten Hungers sterben, aber ihm fehlte es an nichts. Er hatte einen Sohn. Der Sohn heiratete und er richtete ihm eine so prächtige Hochzeit aus, wie man noch keine gesehen hatte. Die ersten paar Wochen nach der Hochzeit brauchte die junge Schwiegertochter nicht zu arbeiten. Der Bauer hatte eine Handmühle. Früher gab es keine Mühlen, jeder Bauer mahlte sein Korn in der Handmühle auf seinem Hof. Eines Tages sagte der Vater zu seiner Schwiegertochter: "Liebes Schwiegertöchterchen, geh in die Mahlkammer und mahle einen Scheffel Roggen, damit wir Brot backen können." Die Schwiegertochter gehorchte. Sie stand am nächsten Morgen früh auf und begann zu mahlen. Sie mahlte und mahlte, bis es hell wurde. Da sah sie nach: der Scheffel war noch immer voll mit Korn, obwohl das Mehl schon aus dem Mehlkasten quoll. Sie hörte auf zu mahlen, betrachtete die Mühle und sprach zu sich selbst: "Was ist nur hier mit der Mühle los, dass das Mahlen kein Ende nimmt?" Sie zündete einen Span an und erblickte einen Hahn mit einem roten Kamm, der ununterbrochen Körner aus seinem Schnabel in den Scheffel streute. Da wurde die Schwiegertochter böse. Sie riss die Mahlstange aus der Mühle und schlug damit den Hahn auf den Kopf, so dass er auf der Stelle tot war. Da begann sie wieder zu mahlen. Jetzt wurde der Scheffel schnell leer. Nach beendeter Arbeit kehrte sie in die Stube zurück. Der alte Vater fragte: "Nun, Töchterchen, hast du alles Korn gemahlen?"

"Ja", antwortete die Schwiegertochter, "Ich habe alles gemahlen." Der Alte erschrak und wunderte sich, wie das geschehen konnte. Er kletterte vom Ofen herunter und eilte in die Mahlkammer. Da sah der Alte, dass es zwar viel Mehl gab, aber der Scheffel war leer. Der Hahn aber lag leblos — erschlagen — neben der Mühle. Der Alte umfasste den Kopf und jammerte: "Ach Gottchen, ach Gottchen, jetzt werden wir noch ganz arm werden!" Ein halbes Jahr verging — da war der Bauer ganz arm geworden. Es war so gewesen: der Bauer hatte sieben Jahre einen Hahn gehalten. Im siebten Jahr hatte der Hahn ein Ei gelegt, Aus diesem Ei schlüpfte ein Hahn, der ein Drache war und dem Bauern viel Reichtum ins Haus geschleppt hatte.

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