Die Wohnorte der Teufel

From Pasakas un teikas
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Einmal — es ist schon lange her — haben Fischer in dem See von Lielauce gefischt und dabei reichen Fischzug gemacht.

Da es ein Samstagabend war — und der Erfolg so groß — wollten die Fischer gar nicht aufhören und zogen das letzte Netz gegen Mitternacht aus dem See. Sie zogen und zogen, aber das Netz war unheimlich schwer. Sie freuten sich schon wieder auf einen guten Fischzug und meinten: "Das wird wieder ein Anblick werden!" Aber als sie das Netz fast zur Hälfte aus dem Wasser gezogen hatten, erhob sich am Ufer ein solcher Wirbelwind, dass er wie eine schwarze Säule sich in die Luft erhob. Ais der Tiefe des Sees aber erscholl eine Stimme, die rief: "Schwein, Schwein, ganz wie ein Schwein, ganz wie ein Schwein, nur der Schwanz fehlt!"

Danach erzitterte das Netz und wurde in tausend Fetzen zerrissen. Die Fischer besprachen die Begebenheit und meinten: "Es kann nicht anders sein, der Ungute selbst wird ins Netz gegangen sein. Als man ihn dann unten zu rufen begann, ist es ihm wohl gelungen zu entkommen."

Andere wiederum sagten sie hätten einen großen Fisch — seine 4-5 Klafter lang — im See gesehen. Die Flossen ragten wie eine schwarze Hecke aus dem Wasser hervor und die Augen funkelten wie helle Lichter. An diesen Fisch könne man jedoch nicht herankommen, weil er sich im Moor unterm Moos aufhalte. Andere erzählen wiederum, dass der Fisch der Teufel jenes Sees sei.

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