Die Wohnorte der Teufel

From Pasakas un teikas
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Comments: G. Šmits in Rūjiena hat eine folgende Sage aufgeschrieben: (Der Schlossherr von Mālpils ließ einen hohen Turm erbauen und befahl seinem Kutscher, den Teufel zum Turm zu bringen). Bevor der Teufel in den Turm floh, ermahnte er den Kutscher ja nicht zurückzublicken. Aber auf dem halben Wege blickte der Kutscher doch zurück: da brach jedem Pferd ein Bein ab und der Kutscher selbst bekam einen schiefen Hals. Wie er den Hals beim Zurückblicken verdreht hatte, so blieb er auch. Der Turm werde noch heute der "Turm des Blauen Berges" oder der "Teufelsturm" genannt. LP. VI, 46, 12. Anm.


In alten Zeiten hatten sich auf dem Schloss zu Mālpils Teufel eingenistet, die den Schlossherrn nicht in Ruhe ließen. Schließlich ließ der Schlossherr Pfarrer rufen, und trieben die Teufel hinaus. Aber die Teufel bettelten: "Wir gehen ja schon, aber erbaue für uns dort oben auf dem Hügel einen Turm!"

Der Herr ließ einen Turm erbauen, der bis zu den Wolken hinaufragte und viele Zimmer hatte. Als der Turm fertig war, ließ der Herr den Kutscher sechs Rappen vor die Kutsche spannen und die Teufel zum Turm bringen, aber er ermahnte ihn, ja nicht zurückzublicken. Der Kutscher brachte die Teufel zum Turm, ohne unterwegs zurückzublicken. Die Teufel flohen in den Turm und ließen sich dort nieder. Aber der sehr hohe Turm hat die Daugava-Schiffer irregeführt. Deshalb wurde der Turm von Riga aus mit Kanonen beschossen, so dass er nur seine halbe Höhe behielt. So kann man ihn noch heute sehen.

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