Die Wohnorte der Teufel

From Pasakas un teikas
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Comments: Vgl. die Sagen S. 127 — 144. P.Š.


Der Liede-Fluss entspringt einem kleinen Moor in der Nähe des Rimstavi-Waldes. Das Moor ist düster und öde: kleine Kiefern, verkrüppelte Birken und viele Schlangen, die im Moos herumkriechen. Früher soll es den Liede-Fluss gar nicht gegeben haben, in dem Moor aber habe der Teufel gewohnt. Damals lebten noch keine Mücken im Moor. Einmal wollte ein Mann dem Teufel einen Streich spielen: er fing viele Mücken, steckte sie

In einen Sack, brachte sie zum Moor und ließ sie dort los. Das gefiel dem Teufel nicht. Aus Rache schöpfte er alle Brunnen leer, schleppte das Wasser zum Moor und schüttete es dort in eine tiefe Grube. Jetzt hatten die Leute der Gegend kein Wasser mehr. Sie gingen zum Moor, um dort einen Brunnen zu graben. Sie gruben und schaufelten: schließlich konnten sie schon Wasser sehen. Aber da — woher er kam, woher nicht — war plötzlich der Teufel zur Stelle. Da zog der eine Brunnengräber schnell ein Kreuzchen aus der Tasche und warf es nach dem Teufel. Als der Teufel das Kreuz erblickte, ergriff er die Flucht. In seiner großen Angst schleifte er den einen Fuß beim Laufen nach, der eine Furche hinter sich zog. Durch diese Furche begann das Wasser aus dem Moor zu fließen. So ist der Liede-Fluss entstanden.

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