Die Wohnorte der Teufel

From Pasakas un teikas
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Auf dem Liepīnas-Hof in Smiltene lebte einmal ein sehr altes Mütterchen, die Mutter des Bauern, die verschiedene Zaubereien trieb. Als nun die Alte gestorben war, pflegte ihre Tochter die alten Bräuche nicht mehr. Aber an Vorabenden großen Feste kamen noch immer Teufel pfeifend angefahren. Sie hatten sich wie feine Herren ausgeputzt und schwarze Pferde vor ihre Kutsche gespannt. Die Teufel kamen am Vorabend des Osterfestes, am Vorabend des Pfingstfestes, am Vorabend des Georgstages und am Vorabend des Kreuzfestes. Als die Teufel einmal wieder auf den Liepīnas Hof angefahren kamen, jagte die junge Bäuerin sie hinaus. Darüber wurden sie sehr böse und schlugen beim Wegfahren mit der Peitsche auf die Zaunpfähle. Seit dem Tag ließen sie sich nie mehr auf dem Liepīnas-Hof sehen und lebten von nun an in den Kiesgruben des Liepīnas-Wäldchens. In den Kiesgruben sollen die Teufel noch heute leben, nur zeigen sie sich den Leuten nicht mehr.

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