Die Teufel tragen Steine

From Pasakas un teikas
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Wenn man vom Stukmaņi-Gut auf der großen Landstraße — so wird in Stukmaņi die Straße, die von Rīga nach Moskau führt, genannt — nach Koknese geht, da sieht man auf dem Feld des Posta-Gutes (Klauenstein), nur einige Schritte — von der Straße entfernt, einen in zwei Beile gespaltenen sehr großen Stein, der die Größe einer Heufuhre erreicht. Diesen Stein hatte in alten Zeiten der Teufel, der Ruhm und Macht erwerben wollte, eines Nachts aus einem Sumpf an die Düna tragen wollen. Damit wollte er den Schiffern und den Flößern den Strom versperren oder das Schiffen wenigstens unsicher und gefährlich zu machen so dass jeder, der an dem Stein vorbeischiffen musste, des Teufels Namen — und wenn auch fluchend — nennen würde.

Aber während der Teufel noch den Stein schleppte, erwachten die Hähne. Als der Teufel die Stelle erreicht hatte, wo jetzt der Stein zu sehen ist, krähte der große, gelbe Hahn des Posta-Gutes zum ersten Mal vom Dach des Hühnerstalles. Als der Teufel den Hahnenschrei hörte, schleuderte er den Stein mit einer solchen Wucht auf die Erde, dass er in zwei Teile zerfiel. So hatte der Hahn die Absicht des Teufels zunichte gemacht. Nach dem Hahnenschrei konnte er den Stein nicht mehr weitertragen, und so ist er an derselben Stelle liegen geblieben, wo der Teufel ihn hingeworfen hatte.

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