Die Teufel täuschen

From Pasakas un teikas
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Einmal kam der Teufel zum Schmied gefahren und befahl ihm, sein Pferd zu beschlagen. Der Teufel hatte sich wie ein vornehmer Herr ausgeputzt. Der Schmied hatte schon das Hufeisen geschmiedet und schickte sich an, das Pferd zu beschlagen. Als er sich dem Pferd näherte, bemerkte er, dass der Herr einen Pferdefuß und einen Hahnenfuß hatte. Jetzt begriff der Schmied was das für ein Vogel war, mit dem er zu tun hatte. Er wurde kalkweiß vor Angst, wich vor dem Teufel zurück und bekreuzigte sich mehrmals. Als der Teufel sah, dass der Schmied sich bekreuzigte, fragte er: "Warum er sich bekreuzige. Da antwortete der Schmied, es sei seine Gewohnheit, sich vor jeder Arbeit zu bekreuzigen. Da hatte es der Teufel sehr eilig, ließ den Schmied nicht mehr das Pferd zu beschlagen und machte, dass er davonkam. Der Schmied freute sich, dass er so leicht den Teufel losgeworden war.

Der Teufel war mit dem Fuhrwerk unterwegs und bemerkte, dass die Bäuerin auf dem Hof Hühner fütterte. Der Teufel fuhr auf den Hof und ging auf die Bäuerin zu. Die Bäuerin war gerade dabei, Gerste vor die Hühner zu streuen. Dabei bemerkte sie nicht, dass ihr der Ring vom Finger glitt, und auf die Erde fiel. Der Hahn pickte den Ring der Bäuerin auf und verschlang ihn. Der Teufel beobachtete alles, aber die Bäuerin sah nichts. Sobald der Hahn den Ring der Bäuerin verschlungen hatte, drängte der Teufel und wollte der Bäuerin den Hahn mit aller Gewalt abkaufen. Der Hahn, der den Ring verschlungen hatte, war jedoch der schönste, den die Bäuerin besaß. Sie wollte ihn für keinen Preis verkaufen und bot dem Teufel einen anderen Hahn an. Aber der Teufel wollte den anderen Hahn nicht haben und verlangte nur nach dem, der den Ring verschlungen hatte. Er bot sehr viel Geld für den Hahn. Schließlich begann die Bäuerin zu überlegen, ob sie für das große Geld den Hahn doch nicht verkaufen müsste. Sie fing den Hahn ein und überreichte ihn dem Teufel. Aber dabei bemerkte sie, dass der Herr kein Mensch, sondern der Teufel selbst war. In ihrer Angst begann sie fürchterlich zu schreien der Hahn befreite sich aus ihren Händen und rannte davon. Die Bäuerin selbst aber lief schreiend ins Haus. Der Teufel blieb mit der Geldbörse in der Hand allein auf dem Hof. So hatte er diesmal kein Glück gehabt und fuhr wieder davon.

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