Die Teufel täuschen

From Pasakas un teikas
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In einer dunklen Herbstnacht ging einmal mein Vater, der ein wenig betrunken war, von dem Städtchen Varakļāni nach Hause. Als er zur Purgaļi-Brücke kam, stopfte er seine Pfeife und suchte in seinen Taschen nach Streichhölzern, konnte sie aber nicht finden. Auf einmal bemerkte er in der Nähe der Brücke ein kleines Lagerfeuer, rieben dem ein unbekannter Mann saß. Mein Vater ging auf ihn zu und bat ihn, eine kleine glühende Kohle nehmen zu dürfen. Der Fremde sagte: "Wenn du mir deine Henne mit den Küken gibst, dann kannst du Feuer bekommen." "Ich habe zu Hause keine Henne mit Küken", antwortete mein Vater. "Du hast sie wohl!," sagte der Fremde. Da begriff mein Vater, wer der Mann war, der am Feuer saß, und was er mit der Henne und mit den Küken gemeint hatte. Der Mann war der Teufel selbst und mit der Henne und mit den Küken hatte er die Frau und die Kinder meines Vaters gemeint. "Die gebe ich dir nicht!" antwortete Vater und setzte seinen Weg fort. Als er wieder zurückblickte, war das Feuer erloschen und der Mann war verschwunden.

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