Die Teufel täuschen

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten befand sich in der Nähe von Valmiera eine Gemeindeweide, zu der Knechte von vielen Höfen zur Nachthütung zusammentrafen. Ganz in der Nähe befand sich die Korndarre des Nachbarhofes, unter deren Vordach die Nachthüter zu schlafen pflegten. An einem Samstagabend kamen die Nachthüter angeritten, legten den Pferden Fesseln an und gingen zu ihren Mädchen. Ein Knecht kam jedoch später nach. Nach dem er sein Pferd mit gefesselten Vorderbeinen auf die Weide gebracht hatte, begab er sich zur Korndarre, fand seine Kameraden jedoch nicht dort. Aber in der Korndarre hörte er großen Lärm. Der Knecht glaubte, dass das die anderen Nachthüter wären, und wollte sie erschrecken. Er betrat die Tenne und wollte den Einen oder den Anderen einfangen. Aber soviel er auch nach ihnen haschen mochte, er konnte niemand erwischen. Da lief er in die Korndarre und begann, dort nach den Anderen zu haschen. Aber da hörte er, dass sie auf der Tenne lärmten. So lief er hin und her. Auf einmal aber wurde es taghell in der Korndarre, und da sah er schwarze Herren mit dreieckigen Hüten auf dem Kopf, die sich im Tanze drehten, dass der Staub nur so aufwirbelte. Da standen dem Burschen die Haare zu Berge vor Angst.

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