Teufel als Zuträger von Schätzen

From Pasakas un teikas
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Zwei Bauern, die Nachbarn waren, hatten Drachen, deshalb 1ebten sie in Wohlstand; der dritte Nachbar aber war ein armer Mann. Aber auch der Arme hatte den Wunsch, reich zu werden. Die Reichen sagten zu ihm: das sei ja leicht zu erreichen. Sie würden ihn zu ihrem Herrn mitnehmen und beide bekanntmachen. Dann müsse er sich nur dem Herrn unterwerfen und ihm gehorchen, wenn er auch so reich werden wolle wie sie. Gut. Eines Abends brachten die Reichen den Armen in den Wald und führten ihn in ein sehr großes Haus. Als sie alle drei das Haus betraten, war dort kein Mensch zu sehen, nur Kohlen glühten in einem riesigen Ofen und erhellten das ganze Haus. Sie warteten und warteten. Der Arme wurde ganz schläfrig. Er streckte sich auf dem Fußboden aus und versuchte einzuschlafen, aber einschlafen konnte er nicht. Gegen Mitternacht öffnete sich die Tür und ein fein gekleideter Herr trat herein: weiße Hemdbrust, Manschetten, Goldkette auf der Brust, ein Rock aus feinem Tuch, glänzende Schuhe an den Füßen. Sobald er den Schlafenden erblickte, fragte er: "Was ist denn das für ein Klotz, der hier liegt?"

Die Reichen antworteten: "Das ist unser Nachbar, der von uns ebenfalls Reichtum erbitten will." Da sagte der Teufel nichts mehr. Er nahm eine Schüssel, rückte an die beiden anderen näher heran, schnitt sie in die Zungen, ließ das Blut in die Schüssel laufen und schüttete es dann auf die glühenden Kohlen. Als der arme Bauer das sah, ergriff er die Flucht und lief nach Hause. Noch in demselben Jahr schlug der Blitz in die Häuser der Reichen ein, aber dem Armen fing es von da an besser zu gehen.

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