Teufel als Zuträger von Schätzen

From Pasakas un teikas
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An einem Freitagabend gegen zwölf Uhr kam ein Herr auf einen Rigaer Droschkenkutscher zu: ob er ihn fahren könne? "Warum denn nicht?" "Aber du musst schnell fahren, denn ich muss viele Orte besuchen: an einer Stelle wird ein Gelage gefeiert, an einer anderen werden Karten gespielt, das muss ich alles überwachen." Er versprach gute Bezahlung, da fuhr der Kutscher, dass man Angst haben musste, die Räder werden in Stücke zerspringen. Sie fuhren zu allen feinen Hotels, zu allen prächtigen Häusern. Um Mitternacht war der Herr plötzlich verschwunden. Am Freitagabend der nächsten Woche wiederholte sich dasselbe: nur sah der Herr immer anders aus. Am dritten Freitagabend — es war der Karfreitagabend — war der Herr wieder zur Stelle. Die beiden ersten Male hatte der Herr die Fahrt nicht bezahlt, deshalb sagte der Droschkenkutscher:

"Ich werde nur wieder ohne Bezahlung fahren müsse!"

Darauf sagte der Herr: "Nein, nein, morgen werde ich gewiss bezahlen!" Gut: sie fuhren los. Aber wieder Verschwand der Herr. Als der Droschkenkutscher jedoch am nächsten Morgen in die Wagenremise ging, lag viel Gold und Silber auf dem Boden. Und an den Wagen hing ein Zettel, auf dem es geschrieben stand: "Der Jungherr hat die drei abendlichen Fahrten ehrlich bezahlt!"

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