Teufel als Zuträger von Schätzen

From Pasakas un teikas
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Comments: Diese Sage ist in der verkürzten Form von Lerchis-Puškaitis aufgenommen. P. Š.


Ein Droschkenkutscher fuhr den ganzen Tag durch die Straßen Rigas, aber er konnte keinen einzigen Fahrgast finden. Es wurde schon Abend. Da rief er zornig aus: "Wenn schon niemand mit mir fahren will, so könnte doch der Teufel fahren!" Sobald er die Worte ausgesprochen hatte, kam ein schwarzer Herr auf ihn zu und befahl ihm, nach der Schwarz`sehen Scheune zu fahren. Als sie dort angekommen waren, ließ der Herr den Fuhrmann auf ihn warten und betrat die Scheune. Die Scheune war hell erleuchtet, Musik wurde gespielt und man tanzte, dass die Absätze nur so klapperten. Der Herr kam bald wieder heraus setzte sich in den Wagen und ließ sich an die Düna fahren. Dort stieg er aus, schüttete dem Droschkenkutscher die Tasche voll Geld und hieß ihn, gleich nach Hause zu fahren. Sobald der Herr nicht mehr zu sehen war, fasste der Kutscher in die Tasche um die glänzenden Geldstücke zu betrachten. Aber an Geld war kein Groschen da — nur Pferdemist.

Am dritten Tag musste er wieder zu der Scheune fahren. Der Droschkenkutscher dachte, der Teufel würde ihn wieder betrügen aber als er dieses Mal in die Taschen fasste, da waren sie mit Gold- und Silbergeld gefüllt.

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